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September 14th, 2006
Und noch ein paar Fotos von Aotearoa - dem “Land unter der großen weißen Wolke” : )
September 14th, 2006
Endlich ein paar Fotos aus Australien für Euch!!!
September 6th, 2006
Wir sind wieder da! Nach gut 35 Stunden Reisezeit und sehr wenig bis keinem Schlaf sind wir am Sonntag Nachmittag wieder in Deutschland angekommen. Ein Gepäckstück ist mir abhanden gekommen, aber man ist wohl schon auf der Suche. : )
Nach 13 Wochen und so vielen neuen und tollen Eindrücken werden wir wohl auch noch etwas Zeit brauchen, um wirklich wieder anzukommen. Aber zumindest Nadine holt ja ab Dienstag der ganz normale Wahnsinn wieder ein.
Wir hoffen, Ihr hattet ein bisschen Spaß mit uns zu reisen und ich denke, das sich bestimmt die eine oder andere Gelegenheit ergibt, auch mal ein paar Fotos zu zeigen und noch ein bißchen mehr zu erzählen. Vielleicht läßt sich Florian ja überreden, mir zu zeigen, wie man noch ein paar Fotos online stellen kann. : )
Uns hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, Euch an all dem Schönen das wir erlebt haben, teilhabenzulassen, auch wenn wir nicht immer zeitnah berichten konnten. : )
Tschüß! Und vielleicht bis zum nächsten Urlaub!
Liebe Grüsse
Nancy
September 6th, 2006
Eine Woche Fiji, eine kleine Insel irgendwo im Wasser, warme Temperaturen und Sonnenschein und ein schöner Strand! Davon haben wir bei den doch recht frischen Temperaturen in Neuseeland des öfteren mal gesprochen und dann war es soweit. Abflug 8.00 Uhr in Auckland war zwar seeeehr zeitig, aber nach (nur) 5 Stunden war auch das geschafft und wir wurden von kuschlig warmen 28 Grad und Sonnenschein begrüsst.
Zur Erleichterung unserer Weiterreise auf unsere kleine Insel Nanuya Balavu haben wir erstmal unser grosses Gepäck am Flughafen in Nadi abgegeben und sind nur mit den kleinen Rucksäcken bewaffnet losgezogen. Und es hat wirklich mehr als ausgereicht. Mehr als einen Bikini und ein paar Shirts und kurze Hosen braucht man nicht! : ) Doch! Ausreichend Sonnencreme und Autan oder ähnliche Mittelchen um die kleinen Blutsauger auf Abstand zu halten.
Bis dato hatte unsere Reise ja super gut geklappt. Dafür hat es uns dann allerdings auf Fiji mit den Pannen so richtig erwischt. Angefangen damit, das man uns am nächsten Morgen einfach mal vergessen hat, als es darum ging uns vom Hostel abzuholen und zum Hafen zu bringen. Da das Zubringerboot nur einmal am Tag fährt und an diesem Tag auch noch eine halbe Stunde eher abgelegt hat als sonst, haben wir es nach halsbrecherischer Taxifahrt zum Hafen leider nur noch von hinten bewundern können.
Bis dahin wußte ich nicht, das ich meinem Ärger auch auf Englisch gut Luft machen kann. Naja, wie auch immer: an diesem Tag gab es für uns keinen Weg mehr in unser Manta-Ray-Bay Island Resort und man hat uns für die folgende in einem ’super tollen’ Apartement untergebracht und wir haben uns einen netten Tag in Nadi gemacht.
Am nächsten Morgen ging es dann aber wirklich los auf die Insel. Und was für süsse kleine Inselchen die auf der Tour angefahren haben. So kleine Sandhäufchen mitten im Wasser mit ein paar Palmen drauf und ein paar Häuschen und das war’s. Da ist man wahrscheinlich in 10 min. rundrumgelaufen und hat sich noch nicht mal beeilt. Aber unsere Insel war dann, wie schon beschrieben ein ganz klein wenig grösser.
Da das Fährboot auf Grund fehlender Wassertiefe nicht direkt an den Inseln anlegen konnte, wurde man weiter draussen mit einem kleineren Boot abgeholt, auf das auch das Gepäck verladen wurde. Spätestens bei dieser Gelegenheit waren wir sehr froh, das wir das große Gepäck nicht dabei hatten. : )
Und dann waren wir da! Sandstrand, Palmen, kleine Hütten unter den Bäumen/Palmen am Strand, schattige Hängmatten und ein kleines nettes Korallen-Riff zum Schnorcheln direkt vor der Nase. Super!
Der Hammer kam allerdings noch! Man hatte uns am Tag zuvor nach dem vermasselten Transfers versprochen, im Resort anzurufen und Bescheid zu geben, das wir einen Tag später kommen. Das war natürlich nicht passiert und dem entsprechend war unser Hüttchen vermietet und man hatte nur noch eines ohne eigenes Badezimmer. Zugegeben war es schon lustig in einer kleinen Holzhütte zu wohnen und die Komposttoiletten und die fast-Freiluftduschen mit vielen anderen zu teilen.
Am nächsten Tag konnten wir dann nach längeren Diskussionen aber in unser Hüttchen umziehen. Direkt am Strand! Morgens aufwachen, Türen auf und wieder ins Bett legen und vom Bett aus den Sonnenaufgang und das Meer sehen. Hat was! : )
Dem entsprechend hatten wir es auch gar nicht weit zum Schnorcheln. Treppe runter, Equipment schnappen, über den schmalen Strand, rein in die Flippers und ab ins Wasser. Drei- bis fünfmal mit den Flippers gewedelt und schon kamen dir die ersten schönen Fische entgegen und du warst mitten in den Korallen drin. Blaue Seesterne und genauso schöne Fische wie am Great-Barrier-Riff. Zwar alles ein paar Nummern kleiner und die Korallen waren nicht ganz so farbenfroh, aber sonst war das wirklich super.
Es war zwar Manta-Ray-Saison, aber die Tierchen haben sich die ganze Woche nicht wirklich blicken lassen. Ich wäre schon gern mal mit einem Rochen geschnorchelt, der bis zu sieben Meter Spannbreite haben kann. : )
Am lustigsten waren allerdings die Mahlzeiten. Es gab feste Zeiten zum Essen (Frühstück 8.00 Uhr morgens. Grrrr!) und leider nicht ausreichend Sitzplätze an den Tischen für alle Gäste!!!! Heißt, man war immer gute 10 min. vorher da, dann lagen alle schon auf der Lauer und wenn die grosse Trommel geschlagen wurde (!), haben sich alle aufs Buffet gestürzt. Wahnsinn! Wirklich wie im Busch! ; )
Tja, sonst gab’s da ausser Faulenzen in der Hängematte, Schnorcheln und ein bisschen am Strand hoch und runter laufen nicht viel zu tun und nach drei-vier Tagen ist das dann auch echt genug.
Wir haben wie wild Muscheln gesammelt und uns zugegebenermassen masslos den Pelz verbrannt. : ) Aber dafür sind wir jetzt schön braun und warten jeden Tag darauf, das sich diese Bräune verabschiedet. : )
August 25th, 2006
Man merkt, uns fehlt einfach die Zeit! : ) Und das dann in diesen Tagen im doppelten Sinne.
Also hier muessen wir auf jeden Fall wieder her! Dieses Land ist so schoen und wir hatten so wenig Zeit und haben doch soviel gesehen.
Ich einen Gletscher von oben, wir Beide viele kleine und grosse Robben. Wir haben bei 5 Grad Aussentemperatur in einem kleinen Thermalwasserpool gesessen mitten in den Sued-Alpen und uns den Wind um die Nase fegen lassen und am naechsten Tag mussten wir uns ein paar km ueber verschneite Strassen aus den Bergen rauswuehlen. Wieder zurueck an der Ostkueste haben wir in Kaikoura dann unsere erste Bed & Breakfast-Uebernachtung versucht und sind gleich mal auf einer Farm mit vielen suessen kleinen Laemmchen gelandet. Wale haben wir leider keine zu Gesicht bekommen, dafuer war es einfach zu stuermisch. Also gings weiter gen Norden und zu Nadines grosser Freude vorbei am Oertchen Havelock, welches NZ’s Hochburg fuer Gruenlippenmuscheln ist. Dann haben wir uns zwei Tage lang ganz ausfuehrlich die Golden Bay und den noerdlichsten Zipfel der Suedinsel angesehen. Wasserfaelle im Abel Tasman Nationalpark, das Vogeschutzgebiet auf dem Farwell Spit (24 km nur Sand) und die Pupu Springs bewundert. Und auf dem Rueckweg dann auch gleich noch Rabbit-Island in der Naehe von Nelson besucht. Eine schoene Haseninsel (Insider! : ) Und ich habe noch nie in meinem Leben soviele Muscheln fotografiert!
Durch die Marlborough Sounds ging es dann nach Picton, wo am So., 13.08. unsere Faehre Richtung Nordinsel abgelegt hat. Bei strahlendem Sonnenschein und gut Seegang ging es dann in drei Stunden nach Wellington, der Hauptstadt von NZ. Witziger Weise gibt man, bevor es auf die Faehre geht, aehnlich wie beim Fliegen sein Gepaeck ab und steht nach der ‘Landung’ dann mal wieder am Gepaeckband. Ueber diese Handhabung waren wir zugebenermassen sehr froh, da unser Gepaeck doch gut an Gewicht zugelegt hat.
Da wir unseren kleinen silbernen Flitzer in Picton zurueckgelassen hatten, gab es direkt am Faehrterminal einen neuen fuer uns, diesmal in quietschrot!
Gleich nach unserer Ankunft war uns dann klar, das Wellington nicht umsonst den netten Spitznamen ‘windy city’ hat. Das kann man sich nicht vorstellen, wie es in dieser Stadt zieht. Und unser Timing hat mal wieder super gepasst: den einzigen komplett verregneten Tag in NZ haben wir im National Museum verbracht. Sechs Stunden Maori-Kultur und eine Sonderausstellung zu “Lord of the Ring”. Super Sache! Gegen 18 Uhr mussten wir dann leider gehen, da das Museum schliessen wollte.
Tja und dann sind wir immer mit dem Sonnenschein entlang der Ostkueste bis ins Art-Deco-Staedchen Napier gefahren, wo wir im Hotel mit vereinten Kräften fast den Portier in den Wahnsinn getrieben haben. Draussen war es kalt, uns war kalt und das Zimmer war kalt. Die Heizung funktionierte nicht richtig und der erste zusaetzliche Heizluefter, den wir haben wollten auch nicht. Dafuer hat man uns dann eine gute halbe Stunde später mit einem sehr netten Laecheln persoenlich zum Abendessen begruesst und dreimal nachgefragt, ob mit dem Zimmer und dem Essen denn alles in Ordnung waere.
Nach einem Abstecher entlang des Lake Taupo und einer Nacht im ganz uebel nach Schwefel stinkenden Rotorua sind wir dann zurueck an die Kueste und gen Coromandel-Halbinsel gefahren. Und die ist ja traumhaft schoen. Auch vom Wetter her. Nach fast vier Wochen endlich mal wieder ohne Schuhe, im T-Shirt und mit hochgekraempelten Hosen am Strand langlaufen. Super! Das Wasser war allerdings ganz schön kalt! Eine kleine Wanderung, die wir machen wollten, um uns eine Hoehle in der Naehe von Haihi anzusehen, hat sich dann zu einer richtigen Tour entwickelt, da die Zeitangaben auf den Schildern nicht wie auf der Suedinsel fuer Hin- und Ruecktour galten, sondern nur fuer eine Strecke. Weniger lustig, wenn man dann an diesem wunderschoenen Strand noch nicht einmal laenger verweilen kann, weil es ganz viele Sandfliegen hat!
Und dann haben wir auf Florians Empfehlung in einem B&B in Coromandel uebernachtet, wo wir am liebsten geblieben waeren. Wir waren dann auch zwei Tage laenger da als wir geplant, aber selbst dann fiel der Abschied schwer. Ein nettes Haus mit einer noch viel netteren Gastgeberin, Robin! Ein huebscher Aufenthaltsraum fuer die Gaeste mit Kamin und jeder Menge guter klassischer Musik, viele Buecher im Schrank und Ausblick ueber die Schafweide mit kleinen, ganz frischen Laemmchen Richtung Meer. Dazu ein super leckeres Fruehstueck und nette Geschichten ueber Florians Aufenthalt bei ihr : ) Nach zwei Tagen, unserem ersten Rugby-Spiel mit englischen Erklaerungen, vielen Reportagen ueber das Leben und den Tod der hiesigen Maori-Queen war es dann aber doch Zeit die Jacaranda Lodge zu verlassen und weiterzufahren, da wir ja noch das Northland sehen wollten.
Auf dem Weg von Coromandel nach Thames hat Nadine dann beschlossen, das auch ihr NZ ganz gut gefaellt. Grund: wir haben an einem Strand angehalten, an dem lauter Steine lagen auf denen irgendwas wuchs, was wir aus der Ferne nicht ganz identifizieren konnten. Aus der Naehe betrachtet stellte sich heraus, das es sich um Austern handelt und dazwischen noch ein paar recht praechtige Exemplare von Gruenlippenmuscheln. Wer Nadines Liebe zu allem Meeresgetier kennt, kann sich in etwa vorstellen, wie schwierig es war, sie da wieder wegzubekommen.
Tja und nach drei Tagen Nordland und nachdem wir den groessten Kauri-Baum von NZ gesehen haben und jetzt auch wissen, das man da oben im Norden mit 100 km/h ueber den Strand rassen darf (natürlich nur bei Ebbe!), sind wir seit gestern in Auckland und versuchen, uns mal wieder an ein bisschen mehr Zivilisation zu gewoennen. Eine schoene Stadt. Einziger Frustpunkt ist, das uns jeder erzaehlt hat, ab naechste Woche wird es waermer und dann kommt der Fruehling. Super! Und frieren hier seit drei Wochen am Stueck.
Aber die Taschen sind schon umgepackt, denn morgen frueh geht es im wahrsten Sinne des Wortes auf die Insel. Fiji, wir kommen! Und man glaubt es kaum: wir haben vor, die grossen Taschen irgendwo am Flughafen zu lassen und nur mit den kleinen Rucksaecken auf die Insel zu fahren! : ) Der Witz ist: der Platz reicht aus!
Sehr gespannt sind wir schon auf unseren tollen Rueckflug! Da wir auf Grund unserer Reiseroute ja alle Gebiete mit derzeit verschaerften Sicherheitsvorkehrungen besuchen werden (L.A. und London), haben wir uns so langsam schon an den Gedanken gewoehnt, nur mit Portemonaise, Pass und Ticket als einziges Handgepaeck zu reisen. Fuer alle, die es noch nicht wussten: wir haben gute 30-31 Stunden von Abfahrt Insel bis Ankunft Duesseldorf bzw. Muenchen!
Aber erstmal haben wir eine Woche Insel vor uns.
Ich denke, das wir uns erst wieder melden, wenn wir wieder daheim sind, denn eine kleine Insel, die nur 3 km lang und 1.5 km breit ist, wird nicht unbedingt über einen Internetanschluss verfügen. Von daheim gibts dann auch endlich wieder Fotos! Und wir haben viiiiiele schoene Fotos! : )
Liebe Gruesse
Nancy!
August 9th, 2006
Jetzt sind wir definitiv am anderen Ende der Welt angekommen. Waehrend Ihr in Deutschland schwitzt, koennen wir hier durch den Schnee stapfen und fruehmorgens Autoscheiben freikratzen. : )
Wir sind am Mittwoch nach nur zwei Stunden Flug, dafuer aber um weitere zwei Stunden Zeit beraubt in Christchurch auf Neuseelands Suedinsel gelandet und wurden mit frischen 9 Grad Aussentemperatur begruesst. Da wir beide ja selten ohne ein Mindestmass an Mobilitaet auskommen, haben wir uns am Flughafen als Erstes ein Waegelchen gemietet und sind seither mit einem kleinen silbernen Toyota Echo unterwegs, auch wenn da nur eine von unseren Taschen in den Kofferraum passt.
Die Vorbereitung unseres ersten Ausflugs in die Innenstadt von Christchurch war recht lustig, da wir erstmal alles aus der Tasche gekramt haben, was versprach warmzuhalten. Aber nach nun drei Tagen in hiesigen Gefilden haben wir uns auch an diese Temperaturen gewoehnt und das Wetter meint es generell wirklich gut mit uns. Es ist zwar mit Temperaturen zwischen 6 und 11 Grad nicht unbedingt warm, dafuer aber meist wolkenlos und wenn sich die morgendlichen Nebel verzogen haben, haben wir strahlenden Sonnenschein.
Da wir Christchurch an einem Nachmittag durchlaufen haben und der Botanische Garten um diese Jahreszeit nicht ganz so interessant ist, sind wir am naechsten Morgen Richtung Banks Penninsula und Akaroa gestartet. Auf dem Weg nach Lytelton konnten wir dann schonmal einen ersten Blick auf gruene Berge mit Schafen werfen. Nach dem Tunnel waren wir dann allerdings erstmal mit dem Ausblick auf die Bay beschaeftigt. Tuerkisblaues Wasser und das in einer Intensitaet, wie ich sie selten gesehen habe und wieder gruene Berge! Also eigentlich so, wie der normale Mensch sich Neuseeland vorstellt und einfach nur wunderschoen.
Da wir viel Zeit hatten, haben wir den langen Weg gewählt und sind immer schoen an der Bay entlanggefahren, was uns zu guter Letzt dahinfuehrte, das sich die als normale Strasse ausgeschilderte Strecke in eine einspurige Schotterpiste irgendwo auf halber Hoehe eines ziehmlich hohen Berges verwandelte. Gluecklicherweise kam uns auf den dann folgenden 12 km keiner entgegen.
Nachdem ich dann einen schoenen Spaziergang in Akaroa gemacht hatte und Nadine ihr Mittagsschlaefchen im Auto beendet hatte, gings diesmal auf der schnellen Strecke wieder zurueck nach Christchurch, wo wir zum Abendessen in den ‘Taproom’ eingekehrt sind, dessen doch recht ausgefallene Wasserarmaturen auf den Toiletten eine Erwaehnung wert sind! : ) Das Essen war allerdings auch ausgezeichnet. Wir haben uns zum ersten Mal an die neuseelaendischen Gruenlippenmuscheln gewagt und sie waren ausgezeichnet.
Am naechsten Morgen ging es dann gen Sueden, also freiwillig in vermeintlich noch kaeltere Gegenden. Da die Fahrt entlang der Kueste laut Florian reichlich langweilig sein soll, haben wir uns also kurz vor Timaru in die Berge gewagt. Das allerdings nicht ohne ein leicht flaues Gefuehl in der Magengegend, denn wie gesagt, hier ist derzeit Winter und laut Strassenschild geht es über diese Strecke auch in die Skigebiete. Die Landschaft wurde zwar immer rauer und brauner und grauer, aber dafuer nicht minder schoen. Nachdem wir dann den ersten Pass (Burtonpass) ohne Schnee auf der Strasse hinter uns gebracht hatten, war einfach nur noch Landschaft geniessen angesagt. Das kann man eigentlich gar nicht richtig in Worte fassen und das wird wohl auch noch ein wenig dauern, bis das bei uns selbst so richtig ankommt, was wir hier an Naturschoenheiten zu sehen bekommen. Mittagspause haben wir dann am Lake Tekapo gemacht. Schoenes Picknick am Seeufer im Sonnenschein - in Skijacke! : )
Dann gings weiter, vorbei an zwei weiteren schoenen Seen und auf der rechten Seite immer der phantastische Blick auf die schneebedeckten Gipfel der South Alps, die da im Sonnenschein lagen. Am zweiten Stausee konnten wir sogar einen Blick auf den Mount Cook werfen, der ja eigentlich auf der gegenüberliegenden Seite der Bergkette liegt.
Geplant war, das wir wieder an die Kueste zurueckfahren, um uns in Oamaru die Pinguine anzuschauen, aber die haben wir dann einfach mal Pinguine sein lassen und sind auf der Hochebene weitergefahren nach Cromwell und Queenstown. Und das war der Schock schlechthin! Die Fahrt dahin war super. Immer schoen in einem engen Tal, das sich ab und an mal fuer ein paar Weinhaenge oeffnete, vorbei an einer kleiner Bruecke, von der sich ein paar Verrueckte (und davon scheint es da viele zu geben) an einem Bungee-Seil in die Tiefe stuerzen koennen und dann kommt man in Quueenstown an. Und befindet sich auf einmal mitten in einem sehr geschaeftigen Skiort. Da kam ich mir dann doch eher vor wie irgendwo in Oesterreich zur Skihochsaison. Das war zuviel fuer uns, auf sowas waren wir nicht vorbereitet! Wir also sofort Kehrtwendung und da wieder raus. Uebernachtet haben wir dann in einem sehr suessen Motel in Arrowtown, ca. 10 km von Queenstown entfernt. Und das war auch wirklich wie im Winterurlaub. War das kalt! Zum Glueck haben die hier alle Heizdecken in den Betten! : ) Heut morgen war dann Eiskratzen angesagt. Unser Kleiner war komplett vereist!
Da wir ja generell nicht soviel Zeit fuer Neuseeland haben, sind wir heute schon gen Westkueste gefahren und haben wieder einen traumhaft schoenen Tag gehabt. Ueber Cromwell, am Lake Haweka und Lake Wanaka vorbei und dann einmal ueber die Alpen rueber. Wunderschoen! Nachdem wir den Pass ueberquert hatten, wurde auch die Vegation wieder ganz anders. Der ganze Weg bis an die Kueste und an dieser entlang bis Fox Glacier, wo wir heute uebernachten, war gesaeumt von bemossten alten Baeumen, Baumfarnen und ganz tollem Regenwald. Das muss man wirklich selbst gesehen haben. Jede Beschreibung kann hier nur ungenuegend sein.
Und fuer morgen ueberlegen wir gerade, ob wir uns einen Rundflug ueber die Gletscher goennen oder lieber eine Tour zu Fuss machen. Hm! Schwere Entscheidung! : )
August 9th, 2006
Also das war es wert! Wir hatten einen ganz tollen Abend in der Oper von Sydney! Wir waren zwar total overdressed, aber egal. Der Ausblick auf den Hafen und die Harbour Bridge bei Nacht waren wunderschoen und die Auffuehrung war auch ganz toll. Bei irgendwas um 5 Grad war es zugegeben etwas kalt im Kleidchen, aber zum Glueck gibt’s ja Taxen! : )
Die Nacht war dann relativ kurz, denn 5.20 Uhr war Abfahrt zum Flughafen!
Auf Wiedesehen Australien! Aber wir kommen bestimmt wieder!
August 9th, 2006
Hallo zusammen! Da sind wir mal wieder! Und: wir sind in der Stadt der Staedte, wenn man den Sydneysiders (Einwohnern!) glauben darf. Und diese Stadt zeigt sich, zumindest wettertechnisch, wirklich von ihrer besten Seite. Drei Tage Sonnenschein und fuer den hiesigen Winter angenehme 20-25 Grad, wenn auch kalter Wind vom Meer her weht.
Man muss neidlos zugeben, das diese Stadt schon etwas Besonderes ist, allein schon die Lage mit ihrem wunderschoenen Naturhafen und den nahegelegenen Straenden. Wir hatten auf unserem Flug hierher auch das grosse Glueck, das wir zum Einen wolkenloses Wetter hatten und zum Anderen ueber die Stadt eingeflogen sind. Das heisst, wir hatten einen traumhaft schoenen Blick auf die City, die Oper und den Hafen.
Am ersten Tag haben wir uns dann auch gleich auf die Socken gemacht, um die Stadt ein wenig zu erkunden und haben rausgefunden, das wir uns ein relativ zentral gelegenes Hotel ausgesucht haben. Fuer Kenner der Stadt: wir wohnen am Suedende des Hyde Parks und brauchen nur die Liverpool Street runterlaufen und sind in der City oder ein Stueck weiter dann am Darling Habour und die naechste Strasse rein an der Kreuzung ist die Oxfort Street mit all ihren Bars, Pubs und Restaurants.
Also sitzen wir so gut wie mitten drin.
Das Schlimme an dieser Stadt sind ihre Shoppingtempel! Nach zwei frustrierenden Tagen, an denen wir uns auf unserem Weg durch die Einkaufsstrassen immer wieder gegenseitig erzaehlt haben, wieviel Uebergepaeck wir schon auf dem Flug nach Sydney hatten, haben wir heute versucht, einen weiten Bogen um die Einkaufsbereiche zu machen. Das ist uns bis ca. 15.30 Uhr gelungen, dann waren wir wieder mitten drin!
Aber erstmal zurueck zu gestern. Nachdem wir wie gesagt am Samstag mal ein bisschen die Innenstadt rund um die George Street sondiert hatten, war fuer Sonntag der Aussenring der City geplant. Also all die grossen Sachen. Angefangen mit dem Royal Botanic Garden, wo Nadine mal wieder versucht hat, ihre heissgeliebten Kakadus zu fotographieren, die wie immer sehr unkoopertiv waren, entlang der Farm Cove (ein Teil des Hafens, also Wasser!) bis hin zum grossen Highlight: dem Sydney Opera House! Wow! Wenn man dann erstmal davor steht, ist das schon ein komisches Gefuehl. Dieses Wahrzeichen von Australien und du stehst da. Das war wieder so ein Moment, wo wir uns angesehen haben und gefragt haben, ob das jetzt alles so real ist. Man steht am anderen Ende der Welt und hat vor sich die Oper von Sydney im Sonnenschein liegen. Das ist ein schoenes Gefuehl.
Naja, jedenfalls haben wir uns nach unzaehligen Fotos von Oper und Habourbridge dann wieder auf den Weg gemacht. Vorbei am Circular Quay, der Anlegestelle fuer die Faehren und immer entlang der Habourside bis zur Bruecke. Dann weiter bis wir endlich im Darling Harbour angelangt sind. Und da wir gestern Sonntag hatten, war da natuerlich die Hoehle los. Zur Erklaerung: Darling Habour ist ein Teil des Hafen, der zum “Spass- und Erlebnisbereich” ausgebaut wurde. Durchweg sehr nette, aber sehr teurer Retaurants und Bistros an der Promenade und Nadine hatte Hunger. Aber so gross konnte auch ihr Hunger nicht sein, um in eines der Restarurants in der King-Street-Warf zu gehen. Wir sind doch noch bis in die Cockle-Warf gekommen und haben ein nettes Plaetzchen in einem Bistro mit Blick auf die Marine von Sydney erhascht. Bei “salt-and-pepper-crab” und Salat haben wir uns dann ganz in Ruhe die tollen Boote angeschaut, die da ab Mittwoch bei der Internationalen Bootsausstellung gezeigt werden sollten. Huebsch! Haetten wir auch gern eines mitgenommen! : )
Da wir ja dann so gut im Training waren, haben wir die ganze Strecke im Dunkeln nochmal gemacht, da ich unbedingt die Oper und die Bruecke bei Nacht fotographiern wollte. Arme Nadine, die war ganz schoen fertig.
Heute haben wir uns zur Abwechslung mal chauffieren lassen. Stadtrundfahrt! Witzige Idee, die die hier umgesetzt haben. Ein Ticket fuer den ganzen Tag und du kannst an verschiedenen Punkten aussteigen und einfach in den naechsten Bus der kommt wieder einsteigen. Zum Mittag sind wir dann am Fischmarkt ausgestiegen. Dieses Entscheidung hat uns richtig Geld gekostet! Frische Austern, Garnelen, Sushi und dergleichen mehr. War das lecker und frischer gehts wirklich nicht.
Nach einem kleinen Spaziergang in King’s Cross und in ‘The Rock’ sind wir durch die komplette Innenstadt gelaufen und zum Hotel zurueck.
Morgen steht noch eine kleine Hafenrundfahrt auf dem Plan und abends geht es dann in die Oper (!!!), bevor wir am Mittwoch so gegen 5.30 Uhr vom Hotel abgeholt werden, um ins kalte Neuseeland zu fliegen.
August 8th, 2006
Das wird jetzt wohl in naechster Zeit etwas durcheinander werden von wegen der Zeiten und Strecken, da wir paralell zu den aktuellen Sachen ja noch ein bisschen was aufzuholen haben.
Aber wir hatten einen soooo tollen Dienstag, das der hier unbedingt zwischen muss!
Wir waren Schnorcheln am Great Barrier Reef! War das toll! Also normaler Weise wird mir ja schon bei einer Hafenrundfahrt schlecht, aber das Erlebnis Great Barrier Reef zum Greifen nah, hat es Nadine eigentlich gar keine Ueberredungskuenste gekostet, das wollte ich doch mal selber sehen.
Nach drei Tagen Dauerregen in Cairns und an der Ostkueste waren wir uns am Abend vorher zwar noch nicht ganz sicher, was das wetterseitig werden wird, aber wir hatten Leute getroffen, die an einem Regentag schnorcheln waren und die meinten, dann sind die Wellen wenigstens nicht so hoch. Auch eine Sichtweise! : )
Aber, wir hatten traumhaft schoenes Wetter. Das hatte allerdings den Nachteil, dass die Wellen recht hoch waren. Man sagte uns dann irgendwann um die Mittagszeit, das die wohl gut und gern 2.5 bis 3.5 m hoch gewesen waeren. Schon lustig, wenn man hinten auf einem Catamaran sitzt (welcher zwei Decks hat) und jede 4. bis 5. Welle geht uebers Boot drueber. Bei einigen hat das Fruehstueck dann auch relativ schnell beschlossen, nicht laenger mitfahren zu wollen. Lustig war am Anfang die Info von der Crew, das man doch bitte die Windrichtung beachten moechte! : )
Nadine und ich haben das Ganze erstaunlicherweise ohne einen Anflug von Ubelkeit ueberstanden, obwohl wir ja beide eher Landratten sind. Sie hat es sich dann allerdings in anderer Art und Weise doppelt gegeben. Kurz bevor wir am Riff angekommen sind, wollten wir wieder reingehen und sie hatte die Hand schon in der Tuer, als eine grosse Welle kam und das Boot hart aussetzte. Hand in der Tuer, Nadine samt Kopf von der anderen Seite gegen die Tuer. Sowas nennt man, glaube ich, einen klassischen Knock-out! Die war richtig weg fuer ein paar Minuten. Gluecklicherweise war ein ausgebildter Rettungssanitaeter an Bord, der auch noch deutsch sprach.
Schnorcheln hatte sich dann fuer Nadine also erledigt, dafuer wurde sie bestens von einem netten Tauchlehrer umsorgt.
Vorher haben wir allerdings noch ein Event der Extra-Klasse geboten bekommen: wir haben einen Wal gesehen und zwar einen Weissen. Die sind wohl eher selten anzutreffen!
Ich hab mich dann in einen ecklig nassen Anzug gezwaengt und meinen zweiten Versuch zum Schnorcheln in Angriff genommen. Da die Wellen trotz Riff so hoch waren, das man ohne Schnorchel gar keine Luft holen konnte, sondern immer nur Wasser schluckte, musste ich mich diesmal also sehr schnell mit diesem Teil arrangieren. Und siehe da, das ging richtig gut!
Ich haette ja nie gedacht, dass es da unter Wasser sooooviel zu entdecken und zu sehen gibt. War das schoen! So viele Fische aller Groessen und Farben. Leuchtend blau, gelb mit blau-leuchtenden Punkten, gelb-schwarz-weiss gestreifte Scalare, handtellergross. Papagei-Fische in allen moeglichen Gruentoenen. Wahnsinn! Ich hoffe, die Fotos aus der Unterwasser-Einmal-Kamera sind was geworden. Ich hab auch “Nemo-Fisch”-Verwandschaft gesehen. : )
Und die Korallen waren toll. Rot, leuchtend gelb und blau. Ich hatte auch eine riesige Seegurke in der Hand.
Nach einer Stunde in 22 Grad kaltem Wasser war ich so durchgefroren, dass Nadine ganz schoen mit mir geschimpft hat. Aber nach einer Tasse Tee und einem Mittagessen war ich keine Stunde spaeter wieder im Wasser : )
Alles in allem bin ich jetzt soweit, das ich die Sache mit dem Tauchen ernsthaft nochmal versuchen will. Schade, dass alles, was jetzt noch kommt auf unserer Reise zu weit vom Riff weg ist und dann wahrscheinlich auch zu kalt wird. Und die arme Nadine hat sich den ganzen Tag geaergert, das sie nicht ins Wasser durfte. Schade! War so schoen.
Gestern sind wir mal wieder ein bisschen Auto gefahren. So langsam geht es Richtung Sueden, da ja am 29.07. unser Flug von Brisbane nach Sydney geht.
Um die Mittagszeit wollten wir einen kurzen Stop auf einem Rastplatz am Highway machen. Der Rasen sah wohl trockner aus, als er war. Jedenfalls sind wir bei dem Versuch, auf selbigem zu wenden, so richtig schoen im Matsch stecken geblieben. Super! Nichts und niemand in der Naehe, ausser jeder Menge Bananenbaeume und wir stecken im Modder fest. Wir haben dann eine gute dreiviertel Stunde mit Aesten und losem Schotter vom Weg versucht, da wieder rauszukommen, aber mehr wie ein paar kleine Zentimeter waren nicht zu machen. Dann kam gluecklicherweise ein Paaerchen vorbeigefahren, die zum Fischen wollten, aber leider auch kein Abschleppseil dabei hatten. Erst der Naechste, der kam konnte weiterhelfen, zwar auch nicht mit einem Seil, aber dafür hatte er einen Eimer und eine Schaufel dabei. Nach dem dann auch noch zwei junge Maenner beim Schieben geholfen haben, kam unser Kleiner wieder auf festen Grund. Nach gut gemeinten Ratschlaegen haben wir dann ganz schnell das Weite gesucht und meiden seither die Strassenraender : )
Heute wollten wir eigentlich in Townsville bleiben, da Nadine am Nachmittag die Haifuetterung im Reef-Center sehen wollte, aber es hat mal wieder so geregnet, das wir das Programm massiv gekuerzt haben und gleich weiter sind.
Heisst, wir sind derzeit gut 500 km suedlich von Cairns in Airlie Beach, ganz in der Naehe vom Hafen und ueberlegen, ob wir uns noch eine Bootstour um die Whitsunday Islands mit Schnorcheln leisten sollen.
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